Teambildung- Phasenmodell von Bruce Tuckman

Teambildung

Ein gutes Team im Unternehmen ist Gold wert. Doch soll das nicht heißen, dass sämtliche Mitglieder in einem Team, Perfektionisten sein müssen, um ein Projekt mit Bravour umzusetzen. Ein solches Team wirkt sich laut Studien, sogar negativ auf das Endergebnis aus.

Neben der Konstellation der Mitglieder, ist es für den Erfolg des Projektes entscheidend, dass jeder im Team seine Rolle einnimmt und das Team richtig geführt wird. 

Der US-amerikanische Psychologe Bruce Tuckman hat ein Modell erstellt, welches aus vier (später aus fünf) Phasen besteht und aufzeigt, wie sich ein Team von Anfang bis Ende entwickelt. Diese Phasen werden als Forming (Orientierungsphase), Storming (Konfrontationsphase), Norming (Kooperationsphase) Performing (Wachstumsphase) und später zusätzlich Adjourning (Auflösungsphase) definiert.

Diese fünf Phasen werden wie folgt beschrieben:

  1. Forming: In der ersten Phase lernt sich das Team kennen. Viele sind zu Beginn zurückhaltend, sachlich und beobachtend. Es wird geschaut, wer in seinem Können, gut ist und wer eher Leistungsschwach ist oder Wissenslücken aufweist. Vertrauen zu den Kollegen ist zu dem Zeitpunkt nicht vorhanden, daher wird weder das nötige Wissen, noch die wahre Meinung preisgeben.
  2. Storming: Im nächsten Schritt entwickelt sich die Rollenverteilung, freiwillig oder auch unfreiwillig. Die Stormingphase ist die Gefährlichste, denn hier entscheiden sich Erfolg und Moral der Gruppe. Außerdem stellt sich heraus, ob das Team weiterhin zusammen bestehen bleibt oder zerfällt. Jeder versucht seine eigenen Perspektiven und Interessen in die Gruppe einzufügen. Dies führt zwangsläufig zu Konflikten. Für einen positiven Ausgang trägt der Teamleiter die Verantwortung. Ausschlaggebend für den Erfolg ist die Empathiefähigkeit und die Expertise des Teamleiters. Des Weiteren darf er das Ziel nicht aus den Augen verlieren, um einschätzen zu können, inwieweit die Wünsche der einzelnen Teammitglieder erfüllt werden können.
  3. Norming: Idealerweise wurden in dieser Phase alle Ideen und Interessen integriert und dem eigentlichen Ziel untergeordnet. Jeder weiß, worum es geht und eine gruppeninterne Dynamik entwickelt sich. Der Teamleiter bestrebt, die Motivation und das Selbstwertgefühl jedes Einzelnen zu steigern. Langsam wächst die Gruppe zusammen.
  4. Performing: Diese Phase stellt den Höhepunkt des Prozesses dar. Es entsteht ein echter Mehrwert. Der Arbeitsprozess ist flüssig, jeder arbeitet Hand in Hand und das Team schafft insgesamt mehr als die Summe seiner Mitglieder. Diese Stufe wird eher erreicht, wenn die „acht Charaktereigenschaften für ein erfolgreiches Team“ existent sind. Diese wurden bereits HIERXXXXXXXXXXX vom Team Rehbein personal coaching erklärt.
  5. Adjourning: In dieser Phase löst sich das Team langsam auf. Optimalerweise geschieht das mit dem Abschluss des Projektes. Oft passiert es allerdings schon während der einzelnen Phasen, ohne das es bemerkt wird. Gründe dafür können fehlendes Wissen oder ein zu geringes Budget sein. Manchmal gehen Meinungen zu weit auseinander und die einzelnen Mitglieder können sich mit der Zielsetzung nicht mehr identifizieren. In den meisten Fällen entsteht diese Problematik durch mangelnde oder fehlerhafte Führungsqualität.

Die Kooperationsphase lässt sich nicht ohne die Konfrontationsphase erreichen, auch wenn diese oft für das Scheitern eines Teams verantwortlich ist. Entstandene Konflikte zu beseitigen, trägt zur positiven Gruppendynamik bei. Sollte die Auflösungsphase bevor stehen, weil die Arbeit im Team stagniert, hilft es, das Problem ausfindig zu machen und notwendige Veränderungen zu tätigen. In manchen Fällen ist es ausreichend, neue Mitglieder in das Team zu integrieren oder das Team in zwei Teile zu splitten. Manchmal ist es auch sinnvoll, das Projekt vorzeitig abzubrechen, um die Ressourcen für neue Projekte effektiver nutzen zu können.

Das Team von Rehbein personal coaching wird demnächst weiter auf das spannende Thema Teambildung eingehen und weitere Möglichkeiten aufgreifen, um die Teamfähigkeit zu verbessern.