Das Prinzip der Salutogenese

Das Prinzip der Salutogenese

Wenn wir von Gesundheit oder Krankheit sprechen, denken viele an einen klar definierten Status. Die meisten betrachten eine Person entweder als krank oder als gesund. Anders ist es bei dem Prinzip der Salutogenese. Hier wird der Status gesund und krank als Kontinuum betrachtet. Dies bedeutet, dass Menschen sich im permanenten Feld von Gesundheit und Krankheit befinden. Das Ziel ist die Identifizierung von sowohl Schutzfaktoren, als auch Risikofaktoren für die persönliche Gesundheit und damit auch eine langfristige und nachhaltige Verbesserung des Wohlbefindens.

Das Wort Salutogenese entstand aus dem Wort salus (Gesundheit) und genese (Entwicklung). Nach diesem Prinzip sieht man Gesundheit nicht als Status an, sondern als einen Entwicklungsprozess. Evidenzbasierte Untersuchungen zeigten auf, dass Menschengruppen mit den gleichen Lebensumständen unterschiedlich gesund waren. Die fundamentale Frage zur Erschließung dieses Prinzips lautet „Wie entsteht Gesundheit?“. 

Als Antwort auf die Frage setzt der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky einen Sinn für Kohärenz voraus. Dieser wird aus drei Komponenten gebildet:

  • Verstehbarkeit (Alltägliche Ereignisse vorhersehen und verstehen)
  • Handhabbarkeit ( Anforderungen mit verfügbaren Ressourcen bewältigen) 
  • Sinnhaftigkeit ( Anforderung als Herausforderung verstehen für die es sich lohnt)

Um dieses Kohärenzgefühl zu messen, hat Antonovsky einen „Fragebogen zur Lebensorientierung“ mit 29 Items entwickelt, in dem nach der Ausprägung dieser drei Komponenten gefragt wird. Diese globale Orientierung bestimmt darüber, wie effektiv eine Person in der Lage ist, geeignete generalisierte Widerstandsquellen für die Erhaltung ihrer Gesundheit zu aktivieren.

Heute ist das Konzept der Salutogenese ein wichtiger Bestandteil der betrieblichen Gesundheitsförderung. 

Sie wird genutzt um Arbeitsvorgänge zu verbessern und Belastungen am Arbeitsplatz zu verringern. Zusätzlich fördert es die eigenen persönlichen und umfeldbezogenen Ressourcen. Durch eine individuelle Umsetzung ist dieses Prinzip ein erfolgversprechendes Konzept für Unternehmen und Mitarbeiter.