Betriebliches Gesundheitsmanagement: ein langfristiges Projekt

Unternehmensberatung Betriebliches Gesundheitsmanagement

Das Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) beschreibt eine umfassende Handlungsstrategie, die methodisch darauf abzielt Gesundheitsressourcen im Unternehmen aufzubauen. Unerlässlich ist dabei das Prinzip der Salutogenese von Aaron Antonovsky, welches nicht darauf aufbaut Erkrankungen zu kurieren, sondern die Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern. 

Dieses Prinzip wird nun seit einigen Jahren auch durch die Krankenkassen auf Grundlage einer im Jahr 2008 eingetretenen Gesetzesänderung unterstützt. 

Seit dem 01.07.2008 lautet die in Kraft getretene Neufassung der Gesetzeslage zur betrieblichen Gesundheitsförderung wie folgt:

1. Die Krankenkassen erbringen Leistungen zur Gesundheitsförderung in Betrieben (betriebliche Gesundheitsförderung), um unter Beteiligung der Versicherten und der Verantwortlichen für den Betrieb die gesundheitliche Situation einschließlich ihrer Risiken und Potenziale zu erheben und Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation sowie zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten zu entwickeln und deren Umsetzung zu unterstützen. § 20 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend.

2. Bei der Wahrnehmung von Aufgaben nach Absatz 1 arbeiten die Krankenkassen mit dem zuständigen Unfallversicherungsträger zusammen. Sie können Aufgaben nach Absatz 1 durch andere Krankenkassen, durch ihre Verbände oder durch zu diesem Zweck gebildete Arbeitsgemeinschaften (Beauftragte) mit deren Zustimmung wahrnehmen lassen und sollen bei der Aufgabenwahrnehmung mit anderen Krankenkassen zusammenarbeiten. § 88 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 des Zehnten Buches und § 219 gelten entsprechend.
— § 20a SGB V Betriebliche Gesundheitsförderung

Um eine Grundlage für eine systematische betriebliche Gesundheitsförderung zu schaffen, wurden konkrete Leitlinien für die Umsetzung entworfen. 

Der erste von vier Punkten besagt, dass bei einer Förderung die gesamte Belegschaft mit einbezogen wird. Als zweites darf berücksichtigt werden, dass sich die Umsetzung auf sämtliche Arbeitsbereiche erstreckt. Der dritte Punkt beschreibt einen systematischen Programmablauf. Dies bedeutet in der Praxis ein projektorientiertes Vorgehen mit einem definierten Start- und Enddatum. Den Startpunkt für ein BGM-Projekt stellt zumeist eine Bedarfsanalyse dar. Daraufhin folgt eine Prioritätensetzung, sowie eine Planungs- und Umsetzungsphase. Währenddessen wird der Ablauf des Projektes kontinuierlich kontrolliert und letztendlich findet im Rahmen einer Evaluationsphase eine Bewertung der Ergebnisse statt. Als letzten Punkt fordert der Gesetzgeber, die Durchführung von sowohl verhaltens-, als auch verhältnisorientierten Maßnahmen.

Ein großer Vorteil für Unternehmen die sich für eine betriebliche Gesundheitsförderung entscheiden ist der Return On Investment (ROI). Dieser liegt für evidenzbasierten Maßnahmen aus dem Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung laut einschlägigen internationalen Studien bei einem Verhältnis von 1:3, was dieses Instrumentarium als ökonomisch hocheffektiv ausweist.