Fitnesstrend "Activity-Tracker"

Wie viele Kilometer legt man eigentlich während des Alltags zurück? Wie lassen sich Messdaten zu Ernährung und Sport erfassen? Zu diesem Zweck haben verschiedene Anbieter kleine Mini-Computer entwickelt. Die sogenannten Activity Tracker helfen bei der Kontrolle physischer Aktivitäten des Trägers. Die gängigste Form ist ein Armband, hergestellt aus hartem, meist antiallergischem Gummi, indem die elektronische Tracking-Einheit eingearbeitet ist.

Vom einfachen Schrittzähler über automatisierte Blutdruck- und Pulsmessungen bis hin zur Schlafüberwachung, die Acitivity Tracker verfügen über vielseitige Funktionen. Je nach Modell können auch Faktoren wie Geschlecht, Gewicht und die Größe des Trägers hierbei berücksichtigt werden. Auffällig an den Activity Tracking Armbändern ist eine sehr abgespeckte Anzeige, manche Modelle verzichten ganz auf ein Display. Eine Möglichkeit der Datenübertragung erfolgt über Bluetooth. So werden die Daten auf einfachem, drahtlosem Weg mit PC, Smartphone oder Tablet synchronisiert.

Energiesparende Technologien wie Bluetooth 4.0 ermöglichen eine Akkudauer von etwa 5-7 Tagen. Die Aufladung des Acitivity Trackers erfolgt meist durch einen integrierten USB Anschluss. Manche Hersteller bieten darüber hinaus eine Kombination mit bestimmten Apps an. So kann beispielsweise die Ernährung überwacht werden, indem tägliche Kalorientabellen erstellt werden. Bei der Wahl des geeigneten Activity-Trackers sollte man sich die eigenen Anforderungen bewusst machen: Soll nur die Bewegungsaktivität erfasst werden oder spielen auch Ernährung und Schlaf eine Rolle?

Jeder weiß, wie viel oder wenig er sich täglich bewegt und welche Nahrungsmittel er zu sich genommen hat. Ein Activity Tracker hilft allerdings dabei, die eigenen Körperdaten und das täglich Bewegungspensum genau auszuwerten und unterstützt damit auch die Selbstkontrolle. Wer sich vorgenommen hat, sich mehr zu bewegen oder Maßnahmen zu ergreifen, um die eigenen Gesundheit zu verbessern, ist mit einem Activity Tracker gut bedient. Das Gerät ist im oftmals hektischen Alltag eine gute Erinnerungshilfe, tagtäglich etwas für die eigenen Ziele zu tun. Die meisten Geräte bieten die Möglichkeit individuelle Ziele zu setzen und sich auch an diese erinnern zu lassen. So sendet zum Beispiel das Armband Polar Loop eine Nachricht auf das Smartphone des Trägers, sobald es registriert hat, dass seit länger als einer Stunde keine Bewegung mehr stattgefunden hat.

Gleichzeitig verdeutlichen solche Armbänder auch sehr deutlich den dramatischen Wandel unserer Gesellschaft. Im Durchschnitt bewegt sich der Mensch von heute noch ca. 1000 m zu Fuß pro Tag. In der Steinzeit hat der Mensch täglich eine Distanz von ungefähr 20 km pro Tag zurückgelegt.

Dieser Mangel an Bewegung kann für den Menschen nicht ohne Folgen bleiben, denn der menschliche Körper ist perfekt an ein Leben in Bewegung angepasst. Bewegung ist damit also sicher keine nette Zugabe für die Gesundheit, sondern die Bedingung für Gesundheit und Vitalität.

Damit ist sicherlich jedes Gerät, welches den Menschen zu mehr Bewegung animiert und ihn an einen gesunden Lebensstil erinnert, uneingeschränkt zu empfehlen. 

Neben aller technischer Raffinesse ist aber nach wie vor das eigene Körpergefühl das wichtigste Messinstrument für den Menschen. Diesem können und dürfen wir uneingeschränkt vertrauen, denn manchmal sollten wir vielleicht einfach nur abschalten.