Sport als Gesundheitsvorsorge

Der menschliche Körper ist seit der frühzeitlichen Entwicklung darauf ausgelegt, sich zu bewegen und so sein Überleben zu sichern. Schon der Urmensch musste sich dieser Herausforderung jeden Tag auf ein Neues stellen und verbrachte die meiste Zeit des Tages mit der Nahrungsbeschaffung durch Jagen und Sammeln, sowie dem Kämpfen oder Fliehen.

Seine Energiereserven dabei zielgerichtet einzusetzen war, damals wie auch heute, zwingend notwendig, um den Fortbestand der Spezies zu sichern. Dementsprechend war „Faulheit überlebenswichtig“ und jegliche „Energieverschwendung wäre ein tödlicher Luxus gewesen“, sagt Joachim Mester, Institutsleiter an der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS).

Aber in welchem Maße trifft diese Erkenntnis  noch auf den heutigen Menschen zu?

Der heutige Alltag des modernen Menschen steht in einem starken Kontrast zu dem unserer Vorfahren. Wenn diese noch weite Strecken zu Fuß bewältigen mussten, sitzen wir meistens im Auto, in der Bahn oder im Flugzeug. Wenn der Urmensch manchmal tagelang auf Nahrungssuche ging und sich dabei bewegte, gehen wir bequem in den Supermarkt an der nächsten Ecke.

Für diesen Lebensstil ist der menschliche Körper jedoch genetisch nicht optimal ausgestattet. Unser genetisches Erbe fand seinen Ursprung bereits in der Steinzeit und ist perfekt auf die Bedingungen dieser Zeit ausgerichtet. Fetteinlagerungen dienen als natürlicher Speicher des Körpers, um in Zeiten der Nahrungsknappheit genügend Energiereserven mobilisieren zu können. Allerdings werden diese Reserven meistens nicht mehr geleert, so dass Fettleibigkeit und Übergewicht die Folge sind und sich zu einer Zivilisationskrankheit ungeahnten Ausmaßes entwickeln.

Dem entgegen wirkt regelmäßige sportliche Betätigung,  welche den Stoffwechsel anregt und die Fettreserven schmelzen lässt.

Dabei ist es nie zu spät, mit regelmäßiger Bewegung zu beginnen. Denn körperliche Bewegung wirkt sich positiv auf jeden Teil unseres Körpers aus und fördert die Selbstheilungskräfte unseres Organismus. Zudem ist moderate Bewegung der effektivste Weg chronischen Stress zu reduzieren. Damit steigt die allgemeine Belastbarkeit unseres Körpers an. Der Mensch wird ausgeglichener und widerstandsfähiger gegen Krankheit. Zudem steigt es auch das seelische Wohlbefinden. Körper, Geist und Seele gelangen in Einklang. Allgemein bestätigen dies Sportmediziner, Physiotherapeuten sowie Neurowissenschaftler. 

Getreu dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ reagiert auch der menschliche Körper nach sportlichen Belastungen positiv. Eine wohltuende Entspannungsphase tritt ein, die sich auch auf Körper, Geist und Seele positiv auswirkt.