Süße Sache

Nichts ist so süß wie die Liebe. Aber woran erkennen wir, ob etwas süß und genießbar oder bitter und ungenießbar ist? Lässt sich unsere Wahrnehmung täuschen, oder ist wirklich jegliche Art von Süße gesund für den Körper?

Der gustatorische, also der geschmackliche Wahrnehmungskanal des Menschen, stammt aus seiner urzeitlichen Evolution. Auf der Suche nach Nahrungsmitteln bewahrte uns der geschmackliche Prüfmechanismus vor Fehlgriffen. Bittergeschmack nehmen wir daher eher als ungenießbar oder giftig wahr. Süße, energiereiche, Nahrung hingegen „schmeckt“ dem Menschen. Manchmal sogar so gut, dass er nicht genug davon bekommen kann. 

Bei zu geringem sportlichen Ausgleich speichert der menschliche Körper diese überschüssige Nahrung als Energiereserven in der Fettschicht ein. Bei übermäßigem Konsum sind Fettleibigkeit und Übergewicht, aber auch andere Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, die Folge. Die Nahrungsmittelindustrie reagiert mit Süßstoffen wie Aspartam, Saccharin und Cyclamat. Diese besitzen eine höhere Süßkraft als normaler Zucker, sodass geringere Mengen benötigt werden, um Speisen zu süßen und diese bei gleichem Geschmack kalorienärmer ausfallen können. 

Aber sind Süßungsmittel deswegen auch gleich gesund? Wissenschaftlich gesehen ist es ein umstrittenes Thema. Zwar werden künstliche Süßmacher mit Gesundheitsrisiken wie Krebs, Diabetes und Übergewicht in Verbindung gebracht. Die EU-Lebensmittelbehörde (EFSA) geht bei den verzehrüblichen Mengen allerdings nicht von einem akuten Risiko für die Gesundheit aus. Hier gilt die von Paracelsus geprägte Faustregel „Dosis sola venenum facit“ (deutsch: „Allein die Menge macht das Gift“).

Wer aber nicht auf die süßen Dinge im Leben verzichten möchte, sollte daher bewusst auf die Inhaltsstoffe seiner Verzehrprodukte achten und sich nur gelegentlich etwas gönnen. Allgemein sollte man nicht über 50 Gramm, das entspricht etwa 16 Zuckerwürfeln, über den Tag verteilt zu sich nehmen. Den meisten Zucker nimmt der Durchschnittsbürger dabei vorwiegend über Getränke zu sich. Mit dem Ändern des Trinkverhaltens lässt sich so das Gewissen am einfachsten beruhigen. Rehbein Personal Coaching rät deshalb zu dem Verzicht von Cola, Brausen und anderen künstlichen Süßgetränken. Doch selbst ein Liter Apfelsaft enthält bereits um die 40 Würfel Zucker. Daher ist normales oder mit Kohlensäure versetztes Wasser immer noch der gesündeste Durstlöscher.

Doch auch für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es Alternativen. So rät zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung dazu, fünf Mal am Tag Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Diese enthalten mehr Mineralien und Vitamine und sind dabei noch kalorienärmer als die auf dem Markt erhältlichen “Energieriegel”. Kombiniert mit regelmäßiger körperlicher Bewegung lässt sich so einfach und unkompliziert Hüftgold reduzieren, Stressresistenz aufbauen und der Tag voller Energie und Tatenkraft verbringen.