Motivation als Motor

„Die Formel meines Glücks: ein Ja, ein Nein, eine gerade Linie, ein Ziel.“ (Friedrich Nietzsche) 

Motivation wird auch als der Motor des Menschen beschrieben. Aus unserer Motivation heraus, sind wir imstande, Situationen zu verändern und neue Aufgaben zu bewältigen. Doch häufig scheint unsere Motivation in manchen Situationen zu fehlen, anders als wir uns das wünschen. 

Die Wissenschaft sieht in unserer mentalen Stärke das Geheimnis. In der Sportpsychologie hat man festgestellt, dass eine Mannschaft motivierter in einen Wettkampf geht, wenn sich die Mitglieder positive Situationen vor Augen halten. Droht eine Niederlage, versucht man diese positiven Erinnerungen aufzurufen und das Spiel zu gewinnen. So versteht man unter dem Begriff Selbstwirksamkeit die Überzeugung, dass jeder Mensch fähig ist, bestimmte Aufgaben zu erfüllen und neue Dinge zu erlernen. Ein Leistungssportler hat mittels dieses Prinzips gelernt, sich höhere Ziele zu setzen, mit Niederlagen umzugehen und aus Fehlern zu lernen. So wie im Sport, sind solche selbstwirksamen Strategien auch im persönlichen Alltag anwendbar: Welche vergangenen Situationen haben Sie positiv bewältigt? 

Der Schlüssel zur Selbstmotivation liegt vor allem in der eigenen Zielsetzung. Wir können uns vor allem dann motivieren, wenn wir uns konkrete Ziele stecken, z.B. anhand der sogenannten SMART-Kriterien. Hat man in der Vergangenheit Situationen zufriedenstellend gemeistert und damit sein Ziel erreicht, entsteht häufig ein befriedigendes Gefühl, welches dabei hilft, sich für anstehende Aufgaben erneut zu motivieren. Diese Situationen befähigen uns sogar, völlig neue Tätigkeiten zu bewältigen. Motivation und Zielsetzung stehen also in einem direkten Zusammenhang. Es bedarf Motivation, um ein Ziel zu erreichen. Und andersherum bedarf es ein Ziel, um sich selbst motivieren zu können. 

Menschen, die wissen, dass sie etwas erreichen können, sind in der Regel erfolgreicher als diejenigen, die die Umstände, fehlendes Glück oder Personen für ihre Situation verantwortlich machen. "Wir müssen vor allem daran glauben, dass wir gewinnen können", sagt die zwölffache Paralymicssiegerin Verena Bentele. Die blinde Behindertenbeauftragte der Bundesregierung weiß, was es bedeutet an seine Grenzen zu stoßen. Würde sie nicht in ihre persönlichen Stärken vertrauen, würde sie aufhören sich zu bewegen, bevor sie eine Grenze erreicht, sagt sie selbst.