Der Händedruck als Visitenkarte

Am Anfang einer jeder Verhandlung, einer ersten Begegnung oder zur Begrüßung geben sich Menschen die Hand. Forschungen haben ergeben, dass jeder dieses Begrüßungsritual bis zu 15.000 im Leben ausführt. Dementsprechend vermittelt der Handschlag einen aussagekräftigen ersten Eindruck beim Gegenüber. Jedes Kennenlernen wird so eröffnet und kann weder rückgängig gemacht noch wiederholt werden. Somit bildet der erste Händedruck den wichtigsten Startpunkt, vor allem in geschäftlichen Beziehungen. Umso wichtiger ist es, durch diese Begrüßung erste Standpunkte klar zu machen und keine falschen Signale zu senden. Ihr Gespräch wird von Beginn an durch den Handschlag in eine bestimmte Richtung gelenkt. Oft wird dem Händedruck eine viel zu geringe Wertigkeit zugeschrieben, denn unbewusst können schnell ungewollte Hinweise bekannt gegeben werden oder Missverständnisse entstehen. Signalisieren Sie Ihrem Gegenüber Schwäche und Unsicherheit, obwohl Sie autoritär und selbstbewusst auftreten wollen?

Ein schlaffer Händedruck wird von den meisten als schüchtern und unsicher empfunden. Zudem kann er Desinteresse ausdrücken und eine Distanz aufbauen. Ein fester Händedruck hingegen zeugt von Selbstbewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit. Leute mit festem Handschlag werden oft kompetenter eingestuft. Zusätzlich zum üblichen Handshake wird von Politikern die gegebene Hand mit der linken umschlungen, dies zeugt einerseits von Fürsorge, kann andererseits ein Zeichen von Macht darstellen. Dominanz und Führung werden ebenfalls in der Position der Hände klar. Wer die Hand des anderen nach unten dreht und eventuell sogar drückt, stellt sich über den anderen. Andersherum ist derjenige, der die Handfläche nach oben öffnet, meist unterwürfig. Ein weiteres entschiedenes Detail ist, ob der Partner Ihnen mit ausgestrecktem Arm die Hand gibt und somit Distanz und Skepsis signalisiert, Sie zu sich zieht oder mit gewinkeltem Arm für eine gesunde Entfernung sorgt. Wer seinem Gegenüber die Hand gerundet reicht, versucht Berührungen möglichst gering zu halten und zeigt somit deutlich eine distanzierte Haltung. 

Da viele Faktoren diesen ersten körperlichen Kontakt zweier Menschen beeinflussen, ist es schwierig, den perfekten Händedruck zu definieren. Sie sollten dennoch darauf achten, die Hand des anderen weder zu stark noch zu schwach zu drücken. Denn wer seine Hand nur schlaff hinhält, hat von vornherein jegliche Möglichkeit auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln, verloren. Ein zu starker Druck kann auf andere aufdringlich, übergriffig oder prahlerisch wirken. In jedem Fall sollten Sie es vermeiden, die Hand Ihres Gegenübers auf und ab zu schütteln, denn dies deutet Taktlosigkeit an. Um Desinteresse und Distanz zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, Blickkontakt zu halten. Ein Lächeln fördert Ihre erste Wahrnehmung positiv. Wichtig ist, vor allem bei autoritären Personen, einen festen und geraden Stand beizubehalten, den Blick nicht zu senken oder abzuwenden. Es gilt in jeder Situation als unhöflich, die linke Hand in der Hosentasche zu behalten. Um auf Augenhöhe mit Ihrem Gesprächspartner zu bleiben, stehen Sie unbedingt auf, sollten Sie sitzen. Denken Sie außerdem stets daran, dass auch die Hygiene und Pflege Ihrer Hände einen entscheidenden Teil zu einer guten Wirkung beiträgt. 

Zwar kann Ihnen der Händedruck eine Menge über eine Person verraten, dennoch sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass dieser im Gegensatz zum Rest der Körpersprache problemlos antrainiert werden kann. Jeder kann somit den ersten Eindruck beeinflussen. In anderen Kulturen gibt es auch bezüglich des Handschlags andere Sitten, welche Sie in ein falsches Licht rücken könnten. 


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