Entlarven Sie sich selbst

Emotionen

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Präsentation vor einer größeren Menschenmenge?

Können Sie sich noch in Ihr erstes Bewerbungsgespräch reinfühlen? Wenn Sie nun versuchen, sich das in der besagten Situation vorhandene Gefühl in den Kopf zu rufen, werden Sie vermutlich Aufregung empfinden. Andere plagt in solch einer Position ebenfalls Angst, Unwohlsein, Stressempfinden und Druck. Sowohl bei der Präsentation der eigenen Person als auch bei einem Vortrag ist es allerdings wichtig, selbstbewusst und sicher aufzutreten, sodass Sie versuchen, diese Stressgefühle zu verbergen. Sie wissen nicht mehr wohin mit Ihren Händen und greifen nach dem Nächstbesten in Ihrem Umfeld. Dies kann der Kugelschreiber, die Kleidung oder die eigene Nase sein. 

Sogenannte Manipulatoren (auch Adaptoren genannt), wie kratzen, streicheln, knirschen, knibbeln oder massieren, treten in Spannungslage vermehrt auf. Bei Aufregung oder Unwohlsein greifen Sie auf die für Sie typischen Regungen deutlich öfter zurück. Eine weitere Situation führt zur vermehrten Anwendung von Manipulatoren. Denn auch der Lügner steckt in einer angespannten Situation, da er eine Unwahrheit verbreitet und Angst hat, dabei ertappt zu werden. Aus diesem Grund werden Manipulatoren oft als Indikatoren für eine Lüge benannt. 

Der Mensch greift auf diese Vorgehensweise zurück, um seine Emotionen zu kontrollieren. Durch die Adaptoren werden emotionale Regungen reduziert bzw. kompensiert und so nicht nach außen getragen. Die körpergerichteten Aktionen sollen hierbei häufig körperbezogene Bedürfnisse befriedigen, um ein GefühlSicherheit herzustellen. So kann eine Präsentation vermeintlich besser durchgeführt werden. Im Laufe der Jahre entwickelt jeder Mensch seine ganz typischen Objekt- und Selbstadaptoren. Hierbei handelt es sich um die Unterscheidung zwischen der unterbewussten Handlung mit dem Objekt und der körpergerichteten Aktion. So hat Ihr Gegenüber es sich zur Gewohnheit gemacht in Stresssituationen sich auf die Wangeninnenseite zu beißen und mit dem Kugelschreiber zu spielen. Andere hingegen knabbern an Ihren Fingernägeln oder kratzen sich am Kopf. Bei Frauen wird oft beobachtet, dass sie in unbehaglichen Situationen mit Ihrer Kette spielen.

Bemerken Sie eine Anhäufung von Manipulatoren bei Ihrem Gegenüber, versuchen Sie die Situation für Ihn aufzulockern, denn er fühlt sich unwohl und gestresst. Nehmen Sie die Anhaltspunkte jedoch nicht als konstante Hilfe zur Pauschalinterpretation Ihres Gegenübers. Denn in manchen Fällen können selbst solche Handlungen aus einem Gefühl von Wohlsein resultieren. Seien Sie sich darüber bewusst, dass sowohl angehäufte Objekt- sowie Selbstadaptoren in keinem Fall ein Garant für Lügen sind. Fangen Sie bei sich selbst an und beobachten Sie, was bei Ihnen dazu führt, Manipulatoren anzuwenden. 

Bei weiterem Interesse zum Thema Körpersprache steht Ihnen das Team Rehbein personal coaching jederzeit gerne zur Verfügung.


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