Sollte Ihr Tag auch besser 40 Stunden haben?

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Viele Mitarbeiter sind mit ihrer Arbeit grenzenlos überfordert. Selbst wenn sie eine Stunde früher anfangen, könnten sie zusätzlich zwei Stunden länger arbeiten und wären dennoch nicht an ihrem Tagesziel angekommen. Personaler reden hier von einem schlechten Zeitmanagement, doch Zeit ist für jeden Menschen im gleichen Maß vorhanden. Daher ist es sinnvoll stattdessen von Selbstmanagement zu reden. Wie können Sie Ihre Aufgaben erledigen, ohne dabei den ganzen Tag gestresst zu sein, und was tun Sie, wenn Ihnen Ihr Chef immer mehr Aufgaben überträgt?

Das richtige Selbstmanagement ist die Lösung für einen entspannteren Arbeitsalltag und besserer Leistung. Es setzt voraus, dass der Arbeitstag von Anfang an genauerer strukturiert wird. Hierzu zählt richtige Planung, Organisation, Motivation und Zielsetzung.

Sobald das Büro betreten wird, sollte sich als Erstes ein Überblick über die anfallenden Aufgaben verschafft werden. Welche Aufgaben sind eher schwer, welche sind leicht? Welche Aufgaben sind schnell zu erledigen und welche dauern länger? Verplanen Sie Ihre Arbeitszeit zu 75%. So haben Sie genug Freiraum für Spontanität, denn oft kommt etwas dazwischen, was morgens noch nicht ersichtlich war. Jeder entwickelt im Laufe der Zeit seine eigene Vorgehensweise, doch es hat sich oft bewährt mit den schweren Aufgaben zu beginnen. Alternativ haben einige Arbeitnehmer offen gelegt, dass es ihnen leichter fällt, mit einer einer kurzen und leichten Aufgabe zu beginnen, da sie sich so motivierter fühlen die schweren oder langen Aufgaben anzugehen. Das führt uns zu dem dritten Punkt, der Motivation. Hier ist eine individuelle Herangehensweise gefragt, denn jeder Mensch motiviert sich anders. Es kann bei gleichbleibenden Aufgaben die Geschwindigkeit sein. Es wird gemessen wie lange eine Aufgabe dauert. Daraufhin wird jedes Mal erneut die Zeit gestoppt und es wird versucht, bei gleichbleibender Qualität immer schneller zu werden. Nach jedem Erfolg zeigt sich ein positives Selbstwertgefühl und es motiviert einen beim nächsten Mal noch schneller zu werden. Als letzter Punkt steht die Zielsetzung. Warum wird die ganze Arbeit überhaupt erledigt? Welches Ziel wird bestrebt? Vielleicht ist der Wunsch nach einer Beförderung so präsent, dass die Arbeit dadurch noch leichter fällt.

Eine gute Voraussetzung für eine Beförderung erkennen Sie daran, dass der Chef Ihnen immer wieder neue Aufgaben überträgt. Wenn Sie so gute Arbeit leisten, dass Sie immer mehr bekommen, ist das zwar ein gutes Zeichen, allerdings ist das auch mit zusätzlichem Stress verbunden. Akzeptieren Sie die Aufgaben zwar, doch erkennen Sie, wann es zu viel wird und suchen Sie notfalls das Gespräch. Ihr Vorgesetzter meint es nicht böse, wenn er Ihnen immer neue Aufgaben überträgt, doch er verliert schnell den Überblick, was Sie alles für ihn tun. Zählen Sie alles auf und fragen Sie, welche Aufgaben Sie davon priorisieren sollen. Das Ganze sollte weniger wie ein Jammern wirken, sondern souverän und objektiv zeigen, dass es für Sie inzwischen nicht mehr möglich ist, noch mehr Aufgaben anzunehmen. 

Wenn Sie mit dem richtigen Selbstmanagement und dem nötigen Selbstbewusstsein Aufgaben, die zu viel werden, auch mal ablehnen, erhalten Sie nicht nur Freiraum für Privates, sondern verschaffen sich auch eine stressfreiere Arbeitszeit und mehr Respekt von Arbeitgeber und Kollegen.


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