Emotionale Mimik: Angst

Mimik Angst

Jeder Mensch empfindet Emotionen. Der Evolution ist es zu verdanken, dass jede Person auf der ganzen Welt Emotionen gleich darstellt und zwar über die Mimik als eine Expression. Irrelevant, ob der Mensch in Uganda, Japan, Amerika oder Indien lebt. Die Fähigkeit, die sieben Grundemotionen darzustellen und zu deuten, ist stets vorhanden. Die sieben Grundemotionen sind Freude, Trauer, Ekel, Wut, Überraschung, Angst und Verachtung. 

Um erfolgreich Mimik lesen zu können, bedarf es lediglich einer relativ kurzen Übung, da unser Gehirn die Information über das Aussehen der Expression bereits von Geburt an gespeichert hat.

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Jeden Freitag erklärt Ihnen das Team von Rehbein personal coaching eine Grundemotion und ergänzende Aspekte in den Bereichen Emotionen, Mimik und Körpersprache.

Jeder Mensch verfügt über 43 Gesichtsmuskeln, um damit sämtliche Gesichtsausdrücke darzustellen. Einige Muskeln lassen sich einfach kontrollieren, andere nahezu gar nicht. 

Angst ist eine von sieben Grundemotionen. In der Evolution hatte Angst entscheidend dazu beigetragen zu überleben und die Menschheit dorthin zu bringen, wo sie heute ist. Damals wurde der Steinzeitmensch von Tieren oder anderen Menschen bedroht. Dadurch stieg Angst in ihm auf. In kürzester Zeit wurde die Beinmuskulatur besser durchblutet, sekundäre Organprioritäten wurden eingestellt und Adrenalin verteilte sich im Körper. Der Mensch musste sich entscheiden: „Kampf oder Flucht?“. Bis heute ist sich dieses Verhalten existent, allerdings hat sich die Situation verändert. Während es damals der Säbelzahntiger war, sind es heute diverse Bürosituationen oder Publikumsvorträge die uns Angst machen können.

Mimisch stellt sich eine ängstliche Expression durch Bewegung an Mund, Auge und Augenbrauen dar. 

In voller Ausführung dieser Mimik ziehen sich die Augenbrauen leicht zusammen und zusätzlich mit den oberen Augenlidern bewegen sie sich weit nach oben. Die Augen versuchen praktisch in kürzester Zeit so viele Informationen wie möglich zu erfassen, um schnellstmöglich die Situation einschätzen zu können. Dabei sind die unteren Augenlieder angespannt. Der Mund ist dazu leicht geöffnet und die Lippen sind nach außen gespannt. Die verlässliche Bewegung, mit der echte von gefälschter Angst unterschieden werden kann, liegt in dem leichten Zusammenziehen der Augenbrauen, denn diese Bewegung lässt sich nur schwer willentlich steuern.

Angst als Expression zeigt sich von den sieben Grundemotionen mit am kürzesten. Wenn ein Mensch also aufkommende Angst verstecken will, kann es sein, dass dieser kurz die Augen aufreißt oder den Mund anspannt. Aber Vorsicht: Schnell werden diese Bewegungen mit Überraschung verwechselt, da sich diese stark ähneln. Es gibt ein zusätzliches Indiz, welches Sie mit einbeziehen können wenn Sie vermuten, dass eine Person Angst verspürt. Reichen Sie ihm die Hand, denn in einem ängstlichen Zustand fließt das Blut aus den Händen mit in die Beine. Das bedeutet die Hände werden kalt. Wenn also grade kein Grund existieren sollte, weshalb die Hände kalt sein könnten, wie beispielsweise durch Kälte von außen, dann liegt es eventuell an der Emotion. Es muss nicht mal sein, dass die Person sich über ihre Gefühle in dem Moment bewusst ist, da wie bei allen anderen Emotionen die Intensität variieren kann.

Nächste Woche geht das Team von Rehbein personal coaching genauer auf die Emotion Überraschung ein. Es wird erklärt, wie die Mimik aussieht und welches die verlässlichen Muskeln sind, um diese Emotion sicher zu identifizieren.